Dienstag, 23. Juni 2015

komplizierter Einstieg, dann spannendes Spiel

Tal der Könige
(Kartenspiel)

 Ich bin ein Fan von Gesellschaftsspielen, die auch gern mal Denken und Logik erfordern. Zudem bin ich ebenso angetan, wenn es Kartenspiele sind. Somit ist "Tal der Könige" das passende Spiel für mich...eigentlich. Denn der Einstieg erfordert Geduld und Verständnis.

Das Ziel des Spieles ist es, möglichst viele, gute Karten in sein Grab zu bringen. Dabei ist nicht unbedingt gesagt, dass der Spieler mit den meisten Karten dort gewinnt, denn es kommt auch noch darauf an, ob sie zu einem Set gehören oder selten sind. Um an solche Karten zu kommen, muss man sie aus der Pyramide, die aus 6 Karten gelegt wird, freikaufen. Daneben haben die Karten aber nicht nur Wert für das Grab, sondern können auch noch für Aktionen genutzt werden. Diese Mischung macht das Spiel unvorhersehbar, aber auch spannend.

Wer jetzt schon mit Fragezeichen überm Kopf da sitzt, dem geht es nicht anders als mir und meinen beiden Mitspielern. Während Mitspieler 1 schon beim Spielaufbau ausgestiegen ist, hat Mitspieler 2 zumindest bis zum Aufbau der Pyramide durchgehalten. Ich selbst hatte die Anleitung vor der Nase und musste auch viele Sätze 2x lesen, bis ich geblickt hatte, was der Hersteller von mir wollte. Hier wäre ein einfacherer Satzbau oder kürzere Sätze besser gewesen.

Spielen wollten wir dennoch und sind einfach mal gestartet. Und es empfiehlt sich, mal eine Proberunde zu machen. Denn beim wirklichen Ausführen der Züge wird vieles klarer, als wenn man es nur vorliest. Und wenn man mal drin ist, vergeht die Zeit wie im Fluge. Karten werden gelegt, es wird gekauft und getauscht...nur das Grab hatten wir fast vergessen. Schließlich waren ja noch viele Karten auf dem Stapel. Und schneller als wir schauen konnten, waren sie weg und wir hatten alle nur 1 Karte im Grab. Da brach leichte Panik aus und die Erkenntnis: das nächste Mal sind wir schlauer.

Und so hatten wir nach anfänglicher Skepsis doch noch Spaß an der Runde und selbst Mitspieler 1, der von sich selbst sagte, dass er nicht ganz durchgestiegen ist, hatte seinen Spaß. Wir sind alle Ende 20 und haben nicht nur zu Beginn, sondern auch im Spiel gezweifelt, ob man "Tal der Könige" wirklich mit 10-jährigen spielen kann. Hier ist ausprobieren angesagt, ich selbst bezweifle es.

Fazit: ein zu Beginn verwirrendes, dann Spaß bringendes Spiel. Für Abende zu viert sehr gut geeignet.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen