Mittwoch, 1. Juli 2015

Wenig Monopoly, aber dennoch witzig


Shuffle Box - Monopoly Deal
(Kartenspiel)

Monopoly und mich verbindet eher eine Hassliebe. Denn wirtschaftliches Denken bei Spieleabenden ist nicht immer mein Fall. Aber wenn Disney sowas macht, MUSS ich zugreifen. Ob sich das lohnt?

Die Anleitung ist gut und einfach verständlich. Manche Abschnitte musste ich zwar mehrmals lesen, weil sie doch sehr viele Informationen kompakt verpackt enthielten, aber an sich ist Monopoly Deal kein all zu schwieriges Spiel. Grinsen musste ich, als ich mir neben der langen Anleitung die Kurzanleitung für jeden Spieler anschaute. Denn während ich in der Langversion geduzt werde, werde ich auf den Karten gesiezt. Hier wäre ein einheitliches Auftreten besser gewesen.

Wie beim Brettspiel muss man auch bei Monopoly Deal Straßen oder besser Figuren sammeln. Allerdings geschieht dies nicht sehenden Auges, sondern bleibt dem Zufall überlassen, ob man alle "Grundstücke" zusammenbekommt oder nicht. Auch die Miete zieht man nicht pro Runde ein, sondern muss eine entsprechende Ereigniskarte auf der Hand haben. Was ich persönlich als gute Abwechslung empfand, fand bei meinen Mitspielern wenig Anklang. Für sie war es zu wenig Monopoly.

Und da muss ich ihnen recht geben: zwar hat man eine Bank, zieht Mieten ein und sammelt Grundstücke, doch das Grundprinzip von Monopoly ist doch eher aus den Augen gelassen worden. Daher ist dieses Spiel auch eher was für Kinder ab 8 Jahren, die man an taktisches Denken heranführen möchte. Für Erwachsene, die das klassische Spiel kennen, ist es zu weit entfernt.

Fazit: ein liebevoll gestaltetes Spiel, das aber mit Monopoly zu wenig gemein hat.

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