Donnerstag, 6. August 2015

Die Dinosaurier sind wieder da!

(Quelle: deadline.com )

In meiner Generation (also Mitte 80er) braucht man nur Jurassic zu sagen und sofort hat jeder Bilder vor Augen. Ein lebender T-Rex, rennende Menschen und vor allem: das wackelnde Wasserglas. Daher war der Riesenerfolg für Jurassic World schon fast sicher, schließlich sind die Kinder von damals die zahlende Kundschaft von heute. Doch was kann der Film?

Schauspieler
Chris Pratt, den ich bisher bewusst seit Guardians of the Galaxy wahrnehme, liefert in seiner doch eher ernsten Rolle als Raptor - Pfleger Owen Grady eine sehr gute Leistung ab. Ihm habe ich die Sorge um die Tiere, seine Bemühungen um die Haltung und sein Wissen abgenommen. Damit war er aber schon fast der Einzige.

Vincent D'Onofrio, der hier den Vorgesetzten und "Bösen" Vic Hoskins gibt, war zwar überzeugend unsympathisch, seine Pläne und Denkweise habe ich ihm aber nicht geglaubt. Dazu war er mir zu inkosequent und nicht ruchlos genug.

Die beiden Jungs Gray und Zach Mitchell, die von Ty Simpkins und Nick Robinson verkörpert wurden, waren....nun ja blass. Anders kann ich es nicht sagen. Der Kleine ist weinerlich, während der große Bruder den betont Coolen gibt. Stereotyp lässt grüßen.

Die Leiterin des Parks Claire Dearing, gespielt von Bryce Dallas Howard, war zu Beginn noch überzeugend. Ihre aufflammende Zuneigung zu ihren Neffen Gray und Zach sowie ihre Gefühle für Owen waren dann der Beginn einer kleinen Talfahrt. Aber hey, eine weibliche Hauptrolle muss so ein Film ja haben....

Bilder und Dinos
Heidewitzka! Hier kann der Film richtig punkten. Während der Ur-Vater aller Dinofilme noch recht steif daher kam, wirken die Dinos im neusten Werk mehr als lebendig. Auch die Landschaftsgestaltung des Parks, die Kamerafahrten durch selbigen und auch die Verknüpfung von Besucher und Dinosaurier sind den Machern sehr gut gelungen. Ich habe mit Zach und Gray gestaunt und war zweimal den Tränen nahe, als es Dinos an den Kragen ging. Das hätte ich so nicht erwartet und die Bilder waren für mich DAS Highlight des gesamten Filmes.

Story
Nun ja, Popcorn-Kino drückt es, denke ich, am besten aus. "Jurassic World" überzeugt nicht durch eine tiefe Handlung oder gar überraschende Wendungen. Im Gegenteil: ich hatte das Gefühl, dass der Regisseur mit aller Gewalt 2 Handlungsstränge unterbringen wollte und sich somit beide kaputt gemacht hat. Denn keiner von beiden war gut genug erzählt, um überzeugend zu sein. Während die Suche nach den Jungen was von "Wir verpassen uns immer um 5 Sekunden" hatte, gefiel mit der böse Plan von Vic Hoskins sehr viel besser, wenn ich denn mehr über die Hintergründe und Details gewusst hätte. Denn so komisch es auch anmutet: ich wüsste ganz gerne, WARUM jemand etwas tut. Und die abgelieferten Erklärungen waren mir zu wischi-waschi.

Was bleibt?
Ein überzeugender Chris Pratt, eine flache Handlung, aber großartige Bilder. Das ist Jurassic World im Kurzen und Ganzen. Und in meinen Augen gab es zu wenig Dinos, denn das Machwerk drehte sich im Endeffekt um 4 Saurier. Zu wenig für eine WORLD!

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