Sonntag, 2. August 2015

Ein Besuch auf der Pfaueninsel - Berlin



Die Pfaueninsel war für mich immer eine Kindheitserinnerung, die ich meiner Tochter auch präsentieren wollte. Also wartete ich ab bis Ferien sind, um dort mit ihr einen Tag zu verbringen.
Gesagt-getan.
Ich machte uns ein schönes Picknick zurecht und schon konnte es losgehen. Unterwegs noch den besten Freund eingepackt... es läuft.
Angekommen, ging es gleich auf die Fähre.
Tickets und Fahrplan:
Die Fahrt mit der Fähre kostet 4,00 Euro (ermäßigt 3,00 Euro). Tickets gibt es an der Anlegestelle. Im Preis inbegriffen ist der Eintritt für die Pfaueninsel. Betreiber ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Fahrkarten der BVG sind deshalb nicht als Ticket gültig. Die Fähre fährt nach Bedarf, etwa alle 15 Minuten.
Betriebszeiten der Fähre zur Pfaueninsel:
April und September: 9-19 Uhr
Mai bis August: 9-20 Uhr
März und Oktober: 9-18 Uhr
November bis Februar: 10-16 Uhr

Auf der Insel empfingen uns sofort die ersten Pfauen, alle Menschen, die mit uns auf der Fähre waren, zückten sofort ihre Fotoapparate, aus Angst auf der Insel keinen weiteren Pfauen zu begegnen und lösten einen regelrechten Stau aus.

Wenn es an etwas auf der Insel nicht mangelt, dann sind es Pfauen! Wirklich ganz toll.

Der erste Weg führte uns zu dem kleinen Schlösschen der Insel. Wir waren erstaunt, das das kleine Schloss ganz aus Holz war, sah es doch auf all den Bildern, die man davon kennt nie so aus.
Eine Erklärung bot ein kleines Schild.

Aha, also das nenne ich doch mal wirklich Kunst.  Meine Hochachtung dem Erbauer Herr Brendel, der es erbaut hat.
Sonnenuhr

Um uns herum wieder Pfauen, einer schöner als der andere. Das versprach ein toller Ausflug zu werden, oder?


Meine Tochter erinnerte sich an die leckeren Dinge, die wir eingepackt hatten und so war die nächste Parkbank unsere.
Ein kleines Mahl zur Stärkung, ein kurzer Blick auf den Plan und wir marschierten weiter.
Nächster Stopp sollte das "ehem. Palmenhaus" sein.
Doch da war nichts! Ein Schild erzählte uns: Hier war einmal, ...ist aber abgebrannt.
(Ich finde einfach, daß solche Dinge dann nicht groß auf dem Plan angekündigt werden sollten, sondern einfach ein Schild zur Erinerung daran reichen sollte. Wir hatten erwartet, dasß das "ehem. Palmenhaus" nun anders genutzt wird).

Ich denke, das könnte ein Teil des Palmenhauses gewesen sein, bin aber nicht sicher!

Der Jacobsbrunnen, der die nächste "Attraktion" auf der Karte war, entpuppte sich als kleiner, modriger Brunnen, um den einiges an Grün wucherte- schön und gepflegt ist leider anders.
Das stellten wir insgesamt auf der gesamten Insel fest. Sie könnte besser gepflegt sein, hat sie doch eine eigene Gärtnerei gleich am Rande der Insel.


Es gab aber nicht nur Pfauen auf der Insel, auch sahen wir Schafe, die lethargisch in ihrem Mini-Gehege lagen und sich aneinander kuschelten, inmitten der elektrischen Zäune.
Das war überhaupt nicht schön anzusehen.


Das Kavaliershaus, ja, was soll ich dazu sagen?
Genau wie das Schlösschen könnte es auch mal wieder einen neuen Anstrich vertragen.
Nun wollten wir nach gut 2-3 km durch das Gelände mal wieder eine Pause einlegen und unsere Füße ausruhen, dazu steuerten wir die Liegewiese an.
Hier gibt es Toiletten und einen kleinen Stand mit Bratwurst, Eis am Siel und Getränken. Die Preise sind Hoch aber machbar. Zum Vergleich, ein Eis, das normal 80 Cent kostet, wird hier mit 2€ veranschlagt.
...und auch hier wieder, Pfauen.
Hinter der Liegewiese kamen wir an einer wunder-wunderschönen Blumenwiese vorbei, hach, sie sah aus wie im Märchen... ist sie nicht schön?


Das Wetter zog etwas zu und wir überlegten uns nun nicht weiter bis in den hinteren Teil der Insel zu begeben. Ein Gewitter dann zwischen all diesen Bäumen, in denen offensichtlich schon oft der Blitz eingeschlagen hatte (und wir dachten auch an das abgebrannte Palmenhaus), wäre nicht von Vorteil. Die ersten Tropfen hatten uns schon erreicht.
Der Rückweg führte vorbei an der Vogel-Voliere mit verschiedene außergewöhnlichen Hühnerrassen, sowie blauen und weißen Pfauen. Letztere sahen leider nicht so prachtvoll aus wie ihre freilebenden Artgenossen.Doch auch sie sind eigentlich sehr prachtvolle Geschöpf.


Am Pfauengehege kamen wir auch noch vorbei, mußten aber recht schnell weiter.
Ich verstand nicht, warum hier die Pfauen eingesperrt waren, wo doch auf der Insel viele frei herum laufen durften? Es wird schon seinen Grund haben.
Wir passierten die "ehem. Rutschbahn", von der man leider auch nichts mehr sehen konnte und kamen auf unserem Weg zur Fähre an etwas ganz Entzückendem vorbei.




Wer auch immer darin wohnt, hat es hübsch getroffen. Da kann schnell die Fantasie mit einem durchgehen. :-)

Fazit des Tages: Es war nett, sich alles anzusehen, was für das gehobene Volk früher purer Luxus und Vergnügen war. Wir fanden es jedoch insgesamt mit Kind recht langweilig. Die Strecken sind zu lang ohne wirklich etwas entdecken zu können, es fehlen Mülleimer, die ganze Insel könnte mehr Pflege vertragen. Ich bereue nicht, diesen Ausflug gemacht zu haben, denn dieNamensgeber der Insel haben uns nett empfangen- und einer hat sogar ein Rad geschlagen.
Sandra


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