Mittwoch, 19. August 2015

Interview Sandra Henke/Laura Wulff + Gewinnspiel



copyright SandraHenke/LauraWulff

Ich freue mich riesig schon wieder so eine große Autorin wie dich befragen zu dürfen, es ist mir eine Ehre, dir all diese Fragen stellen zu können, die mich und wahrscheinlich auch viele andere Menschen interessieren dürften. 
Im Vorfeld habe ich sehr viele Interviews mit dir gelesen um heraus zu finden, was noch nicht all zu oft geschrieben wurde… na dann man Tau, das ich etwas gefunden habe.

Zu erst möchte ich euch aber voller Stolz, als erste das Cover ihren neuen Buches "Monster Mein" präsentieren. 

„Wenn die Welt kollabiert, was kann die Menschheit dann noch retten? Die Liebe.“

Achtung!
Der Titel ist beim U-Line-Verlag jetzt online. 
Bis zum 14. September gibt es den Titel auch für 9,95 Euro statt danach regulär für 12,95 Euro. Vorbestellen lohnt sich.
http://www.u-line-verlag.de/shop/monster-mein-sandra-henke/ 



Nun aber zum Interview, das mir sehr viel Freude gemacht hat:

Du  musst für deine Bücher  viel recherchieren, gab es eine sehr spannende Recherche in all der Zeit, die dir im Kopf blieb oder dich auf irgend  eine Weise beeindruckt hat? (Polizeirevier, oder? Erste Frage schon mal nichts neues…grummel)



Definitiv mein mehrstündiger Besuch im Polizeipräsidium Köln! Ich wurde mit offenen Armen empfanden, freundlich betreut und durfte mehrere Kommissare ausquetschen. Man ließ mich hinter die Kulissen blicken, alle Fragen stellen, die mir auf der Zunge brannten und verdrehte kein einziges Mal die Augen. Man zeigte mir sogar, wo mein Rollstuhlkommissar Daniel Zucker parken würde, welche Wege er nehmen müsste und gab mir Tipps, was die Wiedereingliederung betrifft. Toll!



Welche Recherchearbeit ist spannender, Erotik oder Krimi?



Krimi. Der Bereich ist wahnsinnig breit gefächert.



Gab es schon Träume durch intensive Schreibprozesse, die dir beim schreiben weiter geholfen haben?



Träume haben mich zu manch einer Szene oder sogar einem ganzen Roman inspiriert. Die Anfangsszene meines nächsten Romans „Monster, mein“ habe ich geträumt. Nicht detailliert und haargenau so, wie ich sie in der Geschichte beschrieben habe, aber schon sehr ähnlich. Die Frau, die auf das muskulöse „Mann-Monster“ in der Einsamkeit der Ruinen stößt. Das Wasserbecken der ätherischen Sand’hor. Die Zuflucht der letzten Menschen.



Wie notierst du dir Ideen?



Früher habe ich mir regelmäßig vom Smartphone aus eMails geschickt, so dass ich die Infos hatte, sobald ich wieder an den PC kam. Heutzutage habe ich ein Faible dafür entwickelt, mich mit einem Notizbuch auf unseren Balkon zu setzen und ganze Szenen mit der Hand zu notieren.



Wie kam es dazu, das du Workshops für interessierte Schreiberlinge an der Bastei Lübbe Academy gegeben hast?



Ich wurde von der Academy gefragt. 



Ich persönlich finde das ja einfach wundervoll  von erfahrenen Autoren zu lernen, davon gibt es leider zu wenig in Deutschland, der andere Aspekt ist natürlich die Zeitintensivität, die dahinter steckt.

Hast du dabei evtl. selbst etwas gelernt?



Es war interessant zu sehen, wer alles den Kurs besucht. Seminarteilnehmer, die eher wie Vernunftmenschen wirkte, waren sehr offen gegenüber Erotik, auch der dunklen Seite. Journalisten, junge modern auftretende Männer, wirkten dagegen eher gehemmt. Mir haben die Kurse noch einmal gezeigt, wie facettenreich das Genre Erotik ist. Fast jeder Jungautor ging das Thema anders an. Das war grandios!



Hättest du dir so etwas für dich zu Beginn deines Schreibens auch gewünscht?



Absolut! Es gibt nichts Besseres als von einem Autor direkt zu lernen und vor allen Dingen ihn mit Fragen zu löchern. Keine Umwege, sondern direkt und unmittelbar. Besonders hilfreich, fanden die Teilnehmer und auch ich, war die Einzelarbeit. Purer Luxus.



Was dauert länger in der Umsetzung und Recherche, Erotik-Roman oder Krimi?



Meine Krimis spielen in Deutschland und müssen daher 100%ig korrekt sein. Ich musste jedes Detail recherchieren, was wahnsinnig viel Spaß macht, aber auch eine Herausforderung und zeitaufwendig ist. Bei Erotikromanen muss zwar auch alles nachvollziehbar sein, aber da steht die Erotik und das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht, was weniger Arbeit macht.



Hast du unvollständige Bücher /Ideen in der Schublade?



Wenn ich mich nicht täusche, habe ich ein angefangenes Manuskripte in der virtuellen Schublade. Die Geschichte wird auch niemals weitergeschrieben werden. Falls ich das Thema, was mich immer noch reizt, erneut angehen würde, würde ich neu anfangen. Ideen horte ich dagegen, vielleicht greife ich ja irgendwann einmal darauf zurück.



Du hast unter dem Pseudonym Nelli Henke mit Kinderbüchern begonnen, ich konnte im Netz  3 Titel ausfindig machen, wie viele waren es wirklich?



Ich habe zuerst unter „Sandra Henke“ Kinderbücher und Kindergeschichten für Zeitschriften verfasst. Erst als ich mit meinen Erotikromanen die ersten Erfolge feierte, dachte ich mir für die Kids ein neues Pseudonym aus.



Gibt es für Fans die Möglichkeit noch alle zu bekommen?(weißt du das, kann Frage sonst auch weg lassen!)



Darüber habe ich keine Übersicht, aber einige werden wohl vergriffen sein.



Was hat deine Familie speziell Eltern zu deinem ersten Erotik Roman gesagt?



Ein Familienmitglied fragte ich, ob ich denn unbedingt Erotikromane schreiben müsste. Kurze Zeit später gab es einen zotigen Witz zum Besten. Diese Doppelmoral ist bezeichnend für die ältere Generation. Ich erwarte keine Begeisterung, aber Verständnis und Respekt und den bekam ich immer, weil ich selbstbewusst mit dem Thema Erotik umgehe.



Sind die Menschen in deinen Augen  abgeklärter geworden?

Ich hab von der Messe gelesen auf der du mehrfach das Wort Sex verwendet hast um die Leute am letzten Messetag etwas „wach zu rütteln“, es aber kein großes Aufsehen gegeben hat, wie eigentlich erwartet.



Der Verlag und ich, wir hatten uns einen Scherz daraus gemacht, weil es Sonntagnachmittag war und auf das Ende der Messe zuging. Doch die Müdigkeit der Messebesucher konnten wir auch nicht mit dem Ausrufen von „SEX!“ durchbrechen. ;) Erotik ist heutzutage allgegenwärtig. Man schaue sich nur die Werbung an. Wenn es aber um die eigene Sexualität geht, sieht es ganz anders aus. Abgeklärter würde ich es daher nicht nennen, nur gewohnt, ständig mit Erotik bombardiert zu werden. Das nutzt sich ab.



Hast du den Eindruck, das das Publikum der erotischen Romane jünger wird?

Nach 50 Shades of Grey ist erotische Literatur ja Salon fähig geworden, dabei gibt es diese Art von Romanen schon so viel länger, jedoch wird sie nun erst entdeckt.



Eine ehemalige Verlegerin sagte mir vor zehn Jahren, dass die Zielgruppe für Erotikromane bei Frauen ab fünfzig aufwärts liegen würde. Sie musste es wissen, hatte sie doch den direkten Kontakt zu vielen LeserInnen. Ich jedoch zweifelte dennoch daran, da ich selbst viel jünger war und mir nicht vorstellen konnte, dass es zwar junge Autorinnen, aber nur ältere Leser geben sollte. Seitdem hat das Genre ein immer breiteres Publikum erreicht. Es ist moderner geworden. Schon meine Co-Autorin und ich sorgten 2005 für Aufsehen mit der Vampirloge Condannato, weil wir nicht nur Dominanz und Unterwerfung in spannende Handlungen einbetteten, sondern auch noch mit unseren echten Namen dahinterstanden. Begierde des Blutes, Zähmung des Blutes und Rebellion des Blutes sind inzwischen als eBooks im Venusbook Verlag neu aufgelegt worden.


GEWINNSPIEL
Zum verlosen hat Sandra mir ein Exemplar von "Töte und Lebe" für euch geschickt, das ihr ganz einfach gewinnen könnt!
1. Facebookseite von SANNISTYLE BERLIN liken und Komentar hinterlassen, wie Sandras Buch heißt, das am 17.09.2015 erscheint.
2.Facebookseite von Sandra Henke/ Laura Wulff liken...
und zack seid ihr im Lostopf. Viel Glück


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