Montag, 17. August 2015

Rodelspaß mit steif gefrorenen Fingern

Komm Schlitten!

Einen Schlitten im August zu testen, ist eine Herausforderung. Denn woher bekommt man Schnee, wenn man nicht gerade in der Szene unterwegs ist, wo auch Walter White sein Unwesen treibt? Ich habe es versucht!

Der Schlitten kam dick verpackt in Luftpolsterfolie. Das machte schon mal Spaß, denn Luftpolsterfolie zum Platzen zu bringen beruhigt ungemein. Doch das ist ja nicht ausschlaggebend!

Der Hörnerrodel erinnert mich an das Modell aus meiner Kindheit. Vorn gebogen, damit man sich bei der Abfahrt sehr gut festhalten kann und eine längere Sitzfläche, so dass man locker zu zweit (also ein Erwachsener und ein Kind) den Berg hinuntersausen kann.

Zudem ist die Verarbeitung sehr robust. Das kann man auch ohne Schnee testen. Die Verschraubungen schauen nicht heraus und wirken stabil. So kann man auch als Erwachsene das innere Kind rauslassen und toben. Der Schlitten hält auch Umsturzaktionen und sogar Fälle aus ca. einem Meter Höhe ohne weiteres stand. Sehr gut!

Bedenken habe ich bei der Zugleine. Die kräftig rote Leine ist nämlich aus einem Nylon-Polyester-Gemisch, wie ich es von der Hundeleine meines Berner Sennen kenne. Das Gute: sie ist robust. Das Schlechte: Feuchtigkeit und Kälte werden von diesem Gemisch sehr schnell aufgenommen, aber schlecht wieder abgegeben. So wird im Winter die Leine gefrieren und eiskalte Finger bescheren. Das ist echt schade und hier hätte ich ein anderes Material besser gefunden. Zudem kann man die Handschlaufe nicht in der Weite verstellen, was es kleinen Kinderhänden unter Umständen schwierig macht, den Schlitten sicher zu ziehen. Schade!

Fazit: ein toller Schlitten mit einem Punktabzug für die Zugleine. Dennoch eine Empfehlung für fröhliche Wintertage.

Der Schlittenhund versagt den Dienst

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