Montag, 7. September 2015

Tag 1 der Tattoo Convention Reutlingen - Es wird zugestochen!

(Quelle: Tattoo Convention Reutlingen)

Hallo Ihr Lieben,

dass ich auf bunte Haut stehe, ist ja seit dem Besuch der Berliner Convention klar. Nach Reutlingen hat es mich vor allem wegen eines Gastes gezogen: Dr. Mark Benecke. Doch bevor ich Dr. Doom getroffen habe, schlenderte ich am Freitag, 04. September 2015, selbst über die Convention. Und habe mir auch wieder die Nadeln angetan...


Surren, bunte Haut und vielstimmiges Lachen. Hier war ich richtig! Endlich wieder Tattoo Convetion. Okay, die letzte ist gerade mal ein Monat her. Aber einmal dem Surren verfallen, kann man es nicht oft genug hören. Also startete ich allein und mit meiner Kamera bewaffnet, neue Leute kennenzulernen und alte Bekannte wiederzusehen.


Doch die erste Entdeckung war relativ lautlos. Denn die Künstler aus Neuseeland, die wir auch schon in Berlin gesehen haben, stechen ihre Kunstwerke traditionell mit einem Stock. Lautlos, aber nicht minder schmerzhaft, denke ich. Dass es aber auch anders zuging, zeigen die folgenden Bilder.

Während der Künstler die junge Frau verschönerte, lenkte sie sich mit ihrem Smartphone ab. Das war witzig zu sehen. Denn sie hat kaum eine Regung im Gesicht gezeigt und hätte ich das Surren nicht gehört, hätte sie auch bei der Massage liegen können.

Dieser junge Mann hat sich den Handabdruck seines Kindes (also meine Vermutung) stechen lassen. Ich konnte ihn sogar sehr locker fragen, ob ich ein Foto schießen darf. Keinerlei Schmerzregung, sondern nur ein Lächeln und "Klar!"

Doch es ging nicht nur um Tattoos an sich. Auch Mode und Accessoires wurden gezeigt. Und da traf ich jemanden, der mir nur allzu bekannt ist: Sara Surprisink, die amtierende Tattoo Queen!


Sara und ihre Kolleginnen und Kollegen zeigten sowohl Freizeitklamotten als auch Streetwear. An diesem Punkt wollte ich einfach nur shoppen.



Aber nein, ich war ja nicht zum Shoppen gekommen. Ich wollte ein neues Tattoo. Und habe mir bei einer meiner Pausen im Sonnenschein mal zeigen lassen, was so möglich ist.

Diese Hand gehört zu einem Künstler, der selbst viel Freehand (sprich ohne Vorlage auf der Haut) tätowiert. Sein Chef, der ihm dieses Tattoo gestochen hat, hat mir bei einem Plausch verraten, dass er zur Orientierung nur 3 Striche auf die Hand gezeichnet hatte. Wahnsinn oder?

Habt Ihr Euch mal gefragt, was Künstler tun, wenn sie mal keine Kunden haben? Ich habe mal 2 Beweisfotos geschossen:


Der Herr im unteren Bild kommt aus Rumänien und zeichnete eine neue Vorlage für ein Tattoo. Die 3 Jungs oben waren da anderweitig unterwegs ;)

Und dann gab es für mich den ersten Fangirl - Moment. Ich bin normalerweise nicht auf den Mund gefallen, aber bei Alexander Kroll ging mir die Muffe. Dieser Artist ist sehr gefragt, gewinnt reihenweise Contests mit seinen Kunstwerken und hat es echt drauf. Naja, wozu war ich denn da? Also Arschbacken zusammen und anquatschen. Und dabei entstand dieses Foto:

Ja, man sieht genau, wie stolz ich bin, dass ich mit ihm quatschen konnte. Und keine Angst, dieser Mann beißt nicht und ist echt sympathisch. Hach, nach dem Gespräch schwebte ich über dem Boden.

Um 18 Uhr war es dann für mich soweit. Ich habe mich bei Painful Love Tattoo Berlin gemeldet, denn Julian sollte mir ein Lettering (ein Schriftzug) stechen.

Aber wie das so ist, geht nicht jeder Plan auf. So saß Julian noch an einem Lettering, als ich an den Stand kam. Aber hey, ich hatte Zeit. Und hätte ich vorher gewusst, dass ich wie ein Yogi-Meister auf dem Stuhl sitzen muss, hätte ich mich vorher gedehnt. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Na, wer erkennt das Zitat? Diesen Satz sagt Dumbledore im dritten Harry-Potter-Band "Der Gefangene von Askaban" und trifft perfekt das, was ich mir zu Herzen nehme. Ich bat Julian nach dem Stechen noch um ein Foto....nun ja, man sieht ihm deutlich an, dass er schon einen langen Tag hinter sich hatte:

An dieser Stelle nochmals ein fettes DANKE an Painful Love Tattoo für die super Betreuung, das Tattoo und die schmerzloseste Erfahrung unter der Nadel. Ich weiß nicht, wie Julian es gemacht hat, dass ich kaum Schmerzen hatte, aber er macht es verdammt gut!

Mit dem neuen Tattoo am Körper endete für mich Tag 1 auf der Convention. Es war mega spaßig. Und zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, wie viel spaßiger Tag 2 noch werden würde...

Seid gespannt!
Eure Denise

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