Montag, 1. Februar 2016

Willkommen in der Zukunft! - 3D-Drucker für daheim

Dremel 3D-Drucker
mehr Infos hier


3D-Drucker kannte ich bisher nur aus dem TV und für die Industrie. Umso größer war meine Freude, als so ein Gerät bei mir eingezogen ist. Ehrfürchtig stand ich vor dem Karton und fühlte mich wie in die Zukunft versetzt. Doch macht das Drucken wirklich so viel her?

Schon das Auspacken ist eine Kunst für sich. Der Drucker ist mehrfach gesichert und gepolstert und in der Bedienungsanleitung ist genau beschrieben, wie man den Drucker am besten auspackt. Schon da offenbarte sich das erste kleinere Manko: die Anleitung ist nur in englisch wirklich super. Auf deutsch ist sie zwar verständlich, jedoch auch verwirrend. Ein Mix aus Google Translater und liebgemeinten Übersetzungsversuchen. 

Dennoch konnte ich, nachdem ich erstmal geschnallt hatte, was die Begriffe bezeichnen, den Drucker zusammenbauen und in Betrieb nehmen. Der Zusammenbau war recht einfach und durch die bebilderte Anleitung auch ohne Fehler möglich. Selbst die Kalibrierung wird einem per Display angezeigt. So kann man gar nichts falsch machen.

Mein erstes Testobjekt war der kleine Eisbär, der im Drucker schon gespeichert ist. Und da muss man echt nicht viel machen: Eisbären auswählen, zugucken und nach einer Stunde rausholen. Das Schöne ist: die Figur ist sofort kalt und man kann sie direkt in die Hand nehmen, obwohl das Filament auf 220 °C erhitzt wird. 


Auch der Drucker an sich bleibt bemerkenswert kühl und es riecht null nach erhitztem Plastik oder ähnlichem. Da hatte ich mit schlimmeren gerechnet. Einzig das Druckgeräusch fällt auf die Nerven. Denn das muss man mindestens eine Stunde oder gar länger ertragen. Da hilft nur: Drucker in einen anderen Raum stellen.

Die Qualität ist gut. Beim Bären gab es einige unsaubere Stellen, die jedoch nicht schwer ins Gewicht fallen. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. 




Gleich nach dem Bären wollte ich noch ein Objekt drucken. Hierbei ist mir aber zweimal die Druckmatte verrutscht, so dass das gesamte Objekt nicht gelingen konnte. Daher habe ich erstmal abgebrochen und begebe mich auf Fehlersuche. Nun habe ich es, nachdem der Drucker eine Nacht zum Abkühlen hatte, nochmals versucht. Ich habe die Platte nochmals neu justiert, die Datei nochmals neu auf den Drucker geladen und hab ihn starten lassen. Das Ergebnis ist das selbe: die Matte verschiebt sich. Meine Vermutung: der Druckkopf schiebt sie weg. Sehr ärgerlich. Denn der Würfel, den ich gerade drucke, funktioniert wieder einwandfrei.

Nach einer Fehlersuche und Unterstützung gibt es einen einfachen Trick: einfach die Matte gemeinsam mit der Plattform festklemmen. Darauf muss man erstmal kommen *an Stirn klatsch* Denn in der Anleitung ist es nicht erwähnt.

Wer selbst Modelle gestalten möchte, muss sich noch Software, die es zum Großteil kostenfrei gibt, herunterladen.

Fazit: so ein 3D-Drucker ist echt der Einstieg in die Zukunft. Ich kann ihn empfehlen.

Update 03.02.2016: Die Empfehlung nehme ich hiermit zurück! Nicht nur, dass der Drucker mit mir nicht auf Deutsch kommunizieren mag (die Einstellung wird gar nicht angenommen), NEIN, alle anderen Modelle außer den vorab gespeicherten misslingen. Mein Mushu, den ich nun schon 5x versucht habe zu drucken, wird zum Krüppel. Nun gut, das könnte an der Vorlage liegen, dachte ich mir. Also habe ich mir eine Vorlage direkt von der Homepage von Dremel gezogen. Und hier genau das gleiche: die Matte wird, warum auch immer und trotz festklemmen, verschoben, das gesamte Objekt gerät so zur sehr modernen Kunst. Das DARF bei so einem Gerät nicht passieren!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen