Sonntag, 7. August 2016

Escape Berlin oder "Wie, der Schlüssel ist weg?"

(Quelle: Escape Berlin)


Hallo Ihr Lieben,

die Sommerferien sind im vollen Gange und somit ist die Zeit reif, endlich mal was zu unternehmen. Doch nach dem 10. Parkbesuch und der 3. Portion Pommes im Freibad mag man selbst auch mal was spannendes machen. Also warum sich nicht mal einsperren lassen und durch Rätsel wieder nach draußen finden? Escape Berlin  hat uns eingeladen und ich konnte nicht anders, als mich in den Rausch aus Rästel, Grusel und Geheimnissen zu begeben.

Was ist Escape überhaupt?
Wer kennt das nicht: man steht an der Wohnungstür, will raus und weiß partout nicht mehr, wo der Schlüssel ist? Nun, das ist, vereinfacht gesagt, die Grundidee von Escape. Schaut man genauer hin, ist es doch komplexer:
man wird zusammen mit seinem Team, bestehend aus maximal 6 Spielern, in ein Raumszenario gesperrt und muss innerhalb einer vorgegebenen Zeit wieder herausfinden. Nun läuft man nicht einfach auf die Tür zu und das war's, NEIN, man muss Rätsel knacken, um die Ecke denken und dabei auch noch aufpassen, sich nicht vor der eigenen Angst vor abgedunkelten Räumen und geschlossenen Schränken ins Boxhorn jagen zu lassen. 

Die Jungs von Big Bang Theory haben das Ganze auch schon gespielt und die Szene gibt einen guten Einblick in das Spielprinzip
(Quelle: YouTube)


Ein Abend mit Sherlock Holmes
Ich entschloss mich mit meinen Teampartnern den Raum "Sherlock Holmes" auszuprobieren. Gut, dass ich vorher nicht wusste, dass es sich um den Anfängerraum handelt ;)

Die Buchung läuft über die Seite Escape Berlin erstaunlich einfach und benutzerfreundlich. Eine Bestätigungsmail später darf man sich schon freuen, dass es ans Rätsel lösen gehen kann. Selbst, wenn man, so wie wir, spontan mit einem Spieler mehr als gemeldet aufkreuzt, ist dies kein Problem. So lange man maximal zu sechst ist, geht alles.

Die Begrüßung erfolgt persönlich durch einen Mitarbeiter, der einen im Aufenthaltsraum dann auch kurz ein paar Regeln erklärt und auf das Szenario einstimmt. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, denn das Einstimmen hat seinen ganz eigenen Charme und brachte uns zum Lachen und Grinsen.

Wir waren eine Gruppe von 5 Leuten im Alter zwischen 28 und 54. Ich hatte zu Beginn etwas Bedenken, ob wir alle Spaß haben werden, aber allein, dass meine Mama sich mutig mit den in den Raum gewagt hat, zeigt, wie großartig das Spiel auf alle Altersgruppen ausgelegt ist.

Bevor wir in den Raum durften, hieß es "Taschen und Smartphones gut wegschließen". In den Raum durften nur wir und unsere Hirne ;) Die Ankündigung, dass sich zumindest im ersten Raum niemand im Schrank befindet, beruhigte mich nur wenig. Aber hey, mehr als schreien hätte ich nicht können, also rein ins Vergnügen.

Die gesamte Spielzeit wird man von einem Spielführer per Kamera beobachtet, der, falls man nicht weiterkommt, über Tipps, die auf einem Monitor eingeblendet werden, weiterhilft. Diese Tipps kündigen sich mit einem kleinen "Pling pling" an, falls man vor lauter Rätselwut gar nichts mehr mitbekommt.

Das Thema "Sherlock Holmes" ist mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Ob nun knarrende Schränke, alte Bücher oder eine Fotowand, die Macher von Escape haben viel Fantasie und Einfallsreichtum bewiesen.

Wir waren als Team unschlagbar *lach* Ich habe selten so viel Freude beim Durchsuchen eines Raumes und Rätsellösen gesehen. Das Schöne an der Sache: als wir ins Stocken gerieten, griff der Spielleiter nicht sofort ein, sondern half erst, als er merkte, dass wir langsam nicht mehr weiter wussten. Dieses Fingerspitzengefühl habe ich sehr bewundert.

(Quelle: Escape Berlin)

Mit jedem gelösten Rätsel wuchs bei uns die Begeisterung und das Adrenalin stieg. Zu keinem Zeitpunkt haben wir uns unwohl gefühlt. Ja, ich gebe zu, wir haben unsere männlichen Mitspieler in die dunkleren Teile des Raumes vorgeschickt, aber so muss das ja auch sein, nicht wahr? ;)

Die Rätsel waren knifflig, aber logisch lösbar. Auch wenn wir ab und an ratlos waren, so kamen wir, manchmal mit einem Tipp, selbst auf die Lösungen und die Freudenschreie über neue Schlüssel waren nicht zu überhören. Ich verrate selbstverständlich nicht, welche Art von Rätsel wir lösen mussten, denn sonst wäre ja die Spannung hin.

10 Minuten vor Schluss begann der Countdown über den Monitor zu laufen. Dies fühlte sich dann an wie bei einer Bombenentschärfung, denn wir wussten ja nicht, wie viele Rätsel noch zwischen uns und dem Ausgang stehen. Doch selbst mit diesem kleinen Druck im Nacken war der Spaß groß und die Freude, als wir dann 4 Minuten vor Ablauf des Countdowns wieder draußen waren, war unbeschreiblich. 

Fazit und Tipps
Es war für uns alle ein großartiger Abend. Obwohl gerade meine Eltern zu Beginn sehr skeptisch waren, strahlten sie beide, als wir aus dem Raum kamen. Auch Petra von Buchblinzler, die spontan mit von der Partie war, war begeistert. Nach dem Spiel wurden wir wieder persönlich empfangen und der junge Mann gab noch einige Details über die sonstigen Spiele preis.

So empfiehlt sich für Kinder der Raum "Big Bang", in dem man sogar von der Synchronstimme von Sheldon Cooper begleitet wird. Während Kinder diesen Raum bisher immer gelöst haben, scheitern 50% der Erwachsenen in diesem Spiel. Das ließ uns grinsen.

Wer mehr auf Blut und Horror steht, muss noch ein wenig Geduld haben. In ca. 3 Monaten eröffnet der Raum "SAW", in dem es unter anderem Tunnel, Kreissägen und eine Menge Blut geben wird. 

Egal, was man vorher denkt und welche Befürchtungen man hat, werft sie über Bord. Es ist ein tolles Erlebnis, das man mit der gesamten Familie genießen kann. Und sollte man sich doch mal komplett unwohl fühlen: der Spielleiter kann einen jederzeit rausholen!

Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß und ich kann das Spiel echt nur empfehlen!!

Und wer jetzt auch richtig Lust bekommen hat, sich mal auszuprobieren: hier findet Ihr alle verfügbaren Spiele!!



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